Ledermöbel

 

Die Qualität vom Leder  hängt nicht nur vom verwendeten Leder-Stück oder der Tierart ab, sondern auch vom richtigen Zuschnitt , der Gerbung und der Färbung !

Seit ca.5000 Jahren wird Leder gegerbt. Die Griechen und Römer haben die Alaungerbung von den Arabern übernommen und nach Europa gebracht. Im 19.Jahrhundert wurden Gerbeextrakte und Gerbefässer eingeführt. Die Erfindung der Chromgerbung und Mineralgerbung hat die Basis für die heutige Lederherstellung geschaffen.
Gerbemethoden können die modische Aussagekraft sowie den Ledertyp bestimmen und sind somit der wichtigste Garant für die Qualität des Leders.

Nach der Gerbung muß das Leder gefalzt werden, was eine gleichmäßige Stärke ausmacht ( bei Bekleidungsleder zwischen 0,5 - 0,8 mm ), danach wird das Leder gefärbt.
Es gibt verschiedene Arten von Färbungen z.B. Anilinfärbung ( das Leder wird durchfärbt mit transparenten Farbstoffen und lässt den Naturlook der Haut deutlich erkennen.)
Es gibt auch geprägtes Leder (z.B.Krokoprägung), Schrumpfleder (rustikale Optik) oder Nappalan ( sehr leichtes Leder mit einem samtig weichen Griff ).

 

Die am meisten verwendeten Tierarten sind Rind, Kalb, Lamm, Ziege oder Schwein.
Die Haut, die für Lederherstellung eingesetzt wird, ist ein typisches Abfallprodukt der Fleischgewinnung.


Ohne die Weiterverarbeitung gäbe es ein richtiges Entsorgungsproblem !


Rind = sehr robustes, festes Leder zum strapazieren (oft für Motorradbekleidung)

Kalb = robustes aber weiches Leder mit einem sehmigen Griff

Lamm = weiches, geschmeidiges und leichtes Leder (meist Nappa oder -Fell)

Ziege = weiches, leichtes Leder (meist Velour)

Pork (Schwein)  = festeres, großporiges Leder (oft Velour )

Hirsch oder Elch = sehr robustes, dickes aber auch sehr weiches Leder ( hochwertig aber selten )

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